Franchising – Unternehmer werden

Das Franchising-Konzept besteht darin, privaten Unternehmern zu ermöglichen, ein eigenes Geschäft unter der Marke des Franchisegebers zu eröffnen. Ein Großteil der Fast-Food-Unternehmen basiert auf dem Franchising-Konzept, genutzt wird die Methode aber auch von Tankstellen, Online-Konzepten, Schulen, Lebensmittelgeschäften und vielen anderen Branchen. Sie bietet werdenden Unternehmern viele Vorteile und Möglichkeiten und gibt eine gewisse Sicherheit. Außerdem erhalten Unternehmer ausgereifte Franchise-Konzepte und werden bei der Gründung zudem tatkräftig unterstützt.

Franchising – Voraussetzungen und Qualifikationen

Um ein Franchise-System nutzen zu können, braucht man je nach Branche verschiedene persönliche Qualifikationen. Wer sich beispielsweise mit einem beratenden Unternehmen oder einem sprachenbasierten Konzept selbstständig machen will, braucht die entsprechende fachliche Ausbildung, die entweder in einer Berufsausbildung oder einem Hochschulstudium liegt. Teilweise verlangen die Franchisegeber auch Berufserfahrung in dem jeweiligen Feld, um zu beweisen, dass man die Kenntnisse des Metiers mitbringt. In anderen Sparten wie der Systemgastronomie oder dem Lebensmittelhandel sind Vorkenntnisse nicht zwingend erforderlich, da die künftigen Mitarbeiter diese mitbringen werden. Der Franchisenehmer selbst sollte jedoch Erfahrung in der Führung eines Geschäftes haben oder zumindest dazu bereit sein, einen Steuerberater in Anspruch zu nehmen und sich das restliche Wissen nach der Eröffnung des eigenen Geschäfts anzueignen.

Eigenkapital für das Franchising

Abschreckend am Franchising mag die Notwendigkeit des Eigenkapitals wirken. Fast jedes Konzept verlangt von Interessenten, dass sie ein gewisses Eigenkapital mitbringen – dieses variiert stark nach Branche. Einige Internetkonzepte nehmen neue Unternehmer bereits mit Eigenkapital im dreistelligen Eurobereich in das Franchiseprogramm auf. Hochwertige Beratungs- oder Schulungskonzepte hingegen verlangen teils hohe fünfstellige Beträge. Im Mittelfeld liegen Branchen wie die Gastronomie oder handwerkliche Systeme. Hier sind oft ebenfalls fünfstellige Beträge erforderlich, die meist zwischen 10.000 Euro und 50.000 Euro liegen. Daraus sollen vor allem die Anschaffungskosten für alle erforderlichen Ausstattungsgegenstände getilgt werden. Vollkommen ohne Eigenkapital kann man höchstens im virtuellen Bereich an einem Franchise-Programm teilnehmen – alle anderen Konzepte erfordern allein schon wegen der Anschaffungskosten Eigenkapital in unterschiedlicher Höhe.

Was bieten Franchising-Konzepte?

Der große Vorteil eines Franchising-Konzeptes für den werdenden Unternehmer besteht in der umfangreichen Starthilfe durch den Franchisegeber. Die Suche nach der geeigneten Immobilie wird erleichtert, erste Marketing-Aktionen erhalten Unterstützung und man bekommt zum Einstieg auch fachliche Hilfe. Dadurch lernt der Unternehmer, wie er sein neues Geschäft zum Erfolg führt und wie er die formalen Angelegenheiten wie den Kontakt mit den Behörden oder die Buchhaltung regelt. Viele Franchise-Konzepte bieten dem neu gegründeten Unternehmen auch Gebietsschutz – dadurch kann sich beispielsweise keine weitere Niederlassung in einem Umkreis von einigen Kilometern ansiedeln. Auch nach der Gründungsphase erhalten Franchisenehmer noch Hilfe, wenn sie diese benötigen. So werden beispielsweise Marketing-Aktionen vom Franchisegeber immer unterstützt oder der Unternehmer erhält Werbematerialien für Promotionen.


Frischgebackene Unternehmer profitieren bei dem Konzept vom Bekanntheitsgrad der Marke, die sie vertreten – die Kunden werden diese wieder erkennen und daher bereitwilliger bei dem neu gegründeten Unternehmen einkaufen. Dafür leisten die Unternehmer eine gewisse Abgabe an den Franchisegeber – in der Regel handelt es sich dabei um einen gewissen Anteil ihres Gewinns oder eine feste Zahlung.

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