Weiterbildung Technik

Wenn vom Fachkräftemangel in Deutschland die Rede ist, wird nicht selten an den technischen Bereich gedacht. Ingenieure und gut ausgebildete Facharbeiter sind oftmals Mangelware, besonders wenn branchenspezifische Erfahrungen oder Spezialkenntnisse gefordert sind. Für Arbeitnehmer mit entsprechenden Fähigkeiten erschließen sich im technischen und gewerblichen Bereich viele Chancen.

Weiterbildung Technik und Gewerbe

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© PantherMedia/ Yuri Arcurs

Eine technische Fortbildung kann auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden. Arbeiter aus Gewerbebetrieben können ihre Fertigkeiten mithilfe von kurzen Wochenendkursen oder auch längeren berufsbegleitenden Schulungen ebenso verbessern wie technische Angestellte, die bereits über detailliertere naturwissenschaftliche Kenntnisse verfügen.

Da die Konkurrenz im gewerblichen bzw. technischen Bereich nicht immer ganz so groß ist wie beispielsweise im kaufmännischen, kann sich eine Weiterbildung besonders schnell auf dem Lohnzettel zeigen. Als Beispiel könnte man den ausgelernten Gesellen nehmen, der (oder die) mit einem Schweißer- oder Staplerschein ohne große Wartezeiten den Stundenlohn steigern kann.
Durch eine oder mehrere solcher Fortbildungen kann man auch als “einfacher” Arbeitnehmer zu einem außerordentlich wertvollen Mitarbeiter werden, der sich auf vielen bedeutenden Gebieten auskennt und vielseitig oder auch ganz fachspezifisch einsetzbar ist.

Technische Aufstiegsweiterbildung

Für die Karriere besonders interessant sind Qualifikationssteigerungen, die vor allem auf leitende oder recht anspruchsvolle Funktionen vorbereiten. Zu diesen gehören der technische Fachwirt und die Meisterausbildung. Hier wird in Zweiträumen von ungefähr zwei Jahren das Wissen, das in der Ausbildung erworben wurde, vertieft und spezialisiert. Beide Maßnahmen werden im Übrigen durch das Meister-Bafög gefördert, sodass die Finanzierung einer solchen Aufstiegsweiterbildung kein Hindernis darstellt.

Berufsbegleitendes Ingenieursstudium

Seinem einst verpassten naturwissenschaftlichen Studium braucht man in Zeiten lebenslangen Lernens nicht hinterherzutrauern. Noch nie haben so viele anerkannte Möglichkeiten gewartet, das berufliche Wissen auch berufsbegleitend auf ein akademisches Niveau zu bringen.
Auf vielen technischen Gebieten (z.B. Mechatronik, Maschinenbau, Elektrotechnik) lässt sich das Ingenieursstudium neben dem aktuellen Job absolvieren. Dabei kann man teilweise sogar einen international anerkannten Abschluss (Bachelor oder Master) erhalten, was in einer globalen Wirtschaft möglicherweise ein zusätzlicher Vorteil ist.


Es mag sein, dass die Doppelbelastung durch Weiterbildung bzw. Studium und Beruf gerade im leistungsintensiven gewerblichen bzw. technischen Bereich recht hoch ist. Doch dafür bleibt auch der monatliche Lohn erhalten, der beispielsweise während eines ganztägigen Studiums oder einer technischen Aufstiegsweiterbildung in Vollzeit wegfallen würde. Und vielleicht kommt auch vom Arbeitgeber Unterstützung, der natürlich nicht selten Interesse an gut qualifizierten Mitarbeiter hat.

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